Die 11-Bücher-Frage PDF

Die 11-Bücher-Frage an Leo Mazakarini

Aus: BuchMarkt 7/96 Whisper Profile

1.     Ihr Lieblingsbuch als Kind?
Bis Fünf: „Murli Brumm“. Bilderbuch in der Volksschule: „Die biblische Geschichte“. Im Gymnasium: Heinrich Heine: „Buch der Lieder“.

2.     Welches Buch hat Ihr Leben geprägt?
Geprägt haben mich hunderte Bücher, aber sehr entscheidend war in der Phase der Ich-Findung Rainer Maria Rilkes „Briefe an einen jungen Dichter“. Und meinen Lebensweg entschieden haben die Bücher von und die Freundschaft mit Hugo Hartung.

3.     Ihr Lieblingsbuch im eigenen Verlag?
Ich bin polybiblioman. In jedem unserer Programme gibt es mehrere Titel, die ich heiß liebe. Eben bin ich unter anderem in Werner Schneyders Manuskript „Schreibzeit“ verknallt.

4.     Welchem Buch im eigenen Programm hätten Sie mehr Resonanz gewünscht?
Vielen. Aber ein Misserfolg kann mir neben psychischen fast auch physische Schmerzen bereiten. Wir konnten das wichtige Werk „Das Ende des Großen“ des unvergeßlichen Philosophen Leopold Kohr auf dem Markt nicht durchsetzen.

5.     Welches Buch verschenken Sie am liebsten?
Nur Bücher, die ich liebe und missionarisch verbreite. Seit einiger Zeit etwa Ruggenthalers glänzende Übersetzung des Lao Tse.

6.     Welches Buch hätten Sie gerne verlegt?

Margret Mitchells „Vom Winde verweht“, Carl Zuckmayrs, „Als wärs ein Stück von mir“. Und alles von Gerhard Roth.

7.     Welches Buch war Ihr größter Misserfolg?

Ein umfassendes Buch über einen paramedizinischen Bereich. Da der Autor (anderswo) dennoch weiter publiziert, will ich seinen weiteren Misserfolgen nicht im Wege stehen.

8.     Welches Buch war Ihr bisher größter Erfolg?
Die zeithistorischen Österreich-Bücher des großartigen Journalisten Hugo Portisch.

9.     Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese immer mehrere Bücher parallel. Jetzt etwa Young-Bruchsals Buch „Anna Freud“ und wieder einmal – weil‘s jubiliert – alles von Heimito von Doderer.

10.  Welches Buch würden Sie gerne noch schreiben?

Ich habe eine Reihe von Büchern geschrieben, habe da also kaum Ehrgeiz mehr. Oder vielleicht doch eines, über viele wunderbare Begegnungen mit wunderbaren Menschen.

11.  Welches Buch haben Sie immer noch nicht gelesen?
Immer wieder angefangen, aber nie die Ruhe zum Weiterlesen gefunden: Marcel Proust, „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“.






Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 09. Juli 2009 um 13:14 Uhr
 
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